Mittwoch, 25. Oktober 2017

GOA, unsere letzte Station in Indien

GOA - ein Paradies, wenn man hungrige Kühe und Hunde ausblenden kann.
Da wir uns nicht entscheiden konnten, wo an Goa's Stränden der Küste entlang, wir nun wohnen wollten, ließen wir angekommen in Mumbai, am Flughafen, die Münze entscheiden, 

ob wir in den Norden Goas nach Arambol, oder in den Süden nach Palolem ziehen sollten.
Die Münze entschied sich für Arambol. Wir erreichten es, als es dunkel war.

Dort angekommen, begann es kräftig zu regnen, das erste und letzte Mal hieß es: 'Durch den Monsun'. 
Wir mussten jedoch erstmal eine Unterkunft suchen. Noch bevor wir aus dem Taxi ausstiegen, gab es einen Stromausfall, dem alle applaudierten und zujubelten - um mal die Stimmung dort zu beschreiben. Christian "parkte mich" in einem Restaurant und kümmerte sich um unsere Unterkunft.

In der Zwischenzeit tropfte es bereits durch das Palmenbast-Dach des Strandrestaurants in dem ich saß und etwas trank.
Der Wirt schob einfach meinen Tisch 'nen Meter beiseite und schon war das Problem gelöst. Es tropfte zwar immer noch, nun aber ins Leere.

Entsprechend des Monsun-Regens kam Christian völlig durchnässt, mit seiner Taschenlampe leuchtend, wieder zurück. Der Mann kennt sich aus! An Alles gedacht! 
Noch in Deutschland, drückte er mir mit den Worten: 
"Hier nimm..., eine Mini Taschenlampe" in die Hand. 
"Für 'en Stromausfall oder auf unbeleuchtete Straßen...und so..." (konnten wir nun also gut gebrauchen).
Nach einem warmen Mahl mit kühlem Bier entschieden wir uns für ein Zimmer des Wirtes.

Direkten Meerblick gab es nur morgens, von den Tischen vor dem Restaurant. Diese waren direkt am Strandabschnitt aufgebaut. Ansonsten war das Zimmer für 500 Rupien (ca. 8€) nicht der Rede wert. Egal, One Night! Ein Bett! So what!?
Da uns Strand und Ort nicht so zusagten, blieb es bei diesem einem Morgen.

Wenigstens wurden wir beim "Strand"- Frühstück noch Zeuge einer Gassierunde mit einem Ochsen.
Unser nächster Taxifahrer war etwas temperamentvoller. So, wie wir es aus Delhi gewohnt waren. Er fuhr einen heißen Reifen, hupte viel für goanische, jedoch nicht für delhianische Verhältnisse. Mittlerweile konnten wir diesen Unterschied sehr gut feststellen.
Auch, war er groß darin manchmal, echt bekloppte und unnötige Verkehrssituationen zu regeln, wie diese in einer Kurve, hier.
Wir hatten das,  glaube ich, schon mal.
Frage: Wer macht hier was falsch ? 

Kleiner Tipp: Linksverkehr! 
UND, weil er wie der Henker fuhr, machte er kurzen Zwischenstopp an einer "Schnellgebetsstätte". Dort stand ein Kreuz auf einem Hof. Blumengirlanden hingen dran.
Ringsherum, Betende. Einer davon, unser Fahrer. Nach ca. 40 Sek. Gebet nahm er sich dort eine Girlande und schmückte sein, wie ein Schrein-anmutendes Auto damit.
Als wolle er sich Schutz für seinen Fahrstil "erbeten".
Weiter ging die Fahrt, vorbei an alten Kirchen, aus portugiesischen Zeiten. Die nicht nur starken Einfluss auf den Baustil hatten.






Wirkten doch die Goaner um Längen entspannter. (Außer der Taxifahrer!)
Vielleicht liegt es auch an der Vegetation?
Nach 3 Stunden Taxifahrt, angekommen in unserem neuen Ort 'Palolem-Beach"...,


das selbe Ritual, wie überall. Noch bevor man aussteigt, bieten einem die Geschäftstüchtigen, ein Zimmer an oder laden einen ein, in ihren Shop oder "Späti" zu kommen, "only for visit Mister, Lady, my friend, come please!"
Auch hier durfte ich bei einem kühlen 'Sweet Lassi' im Restaurant, direkt am Strand 'parken'. Während mein 'Zaubermeister' zwei Unterkünfte mit Meerblick abklapperte.
Hier hätten wir schön wohnen können (1.500 Rupien p.N.= 20€)
Leider ohne alles, denn der Laden ( 'Cozy Nooks'), war eigentlich noch gar nicht zur Saison eröffnet. Insofern gab es keine Bedienung, keine Bar und - No WiFi, am Ende des Strandes...! 
Nur zwei Häuser weiter von unserem Restaurant in dem wir ankamen, befand sich aber zum Glück das wunderschön angelegte Boutique Resort 'CiaRans'.
Also fiel uns die Wahl nicht schwer, zumal wir wegen der 'Low Season', noch 20 % Rabatt bekamen, obwohl sie fast ausgebucht waren. https://www.youtube.com/watch?v=tdCWmeZTxDI
 Moskitonetz in unserem Bungalow.
Nach den Strapazen der vergangenen Wochen, gönnten wir uns also etwas 'Boutique Resort-Luxus'. Die Wahl fiel uns, trotz des etwas maulfaulen 'Chefs' der mit seinen beiden "Ridgebacks" (nicht "Weimaranern", Herr LOOSE!) täglich in seiner Ecke saß, nicht schwer. (Für 55€ pro Nacht inkl. Frühstücks Buffet und 'Teatime'-Buffet) Von hier an, spielte sich der Aufenthalt im Meer, am Strand, in der Hütte oder in diversen Restaurants ab. 
 Strandurlaub halt...

Wir besuchten allerdings auch mal den Nachbarstrand 'Agonda Beach',
um festzustellen, dass der Strand dort NOCH schöner war. Aber die meisten Unterkünfte gerade erst öffneten, bzw. fertig geklöppelt wurden.
Es war deshalb dort derzeit noch einen 'Ticken' zu  einsam.
Das einzig Spannende, das man nun noch erleben konnte, waren die Riesenwellen.


und Kühe!  Kühe, die einen auf Trab hielten, 




Fußballspielende Kühe, 

...sich kabbelnde Kühe.
Hungrige Kühe.
und einsame Kühe ?!
Außerdem auch Kühe, die nix gegen 'Selfie-posende' Touris hatten.
 Aber genug der heiligen Kühe.
Außerdem sind die Inder nicht nur großartig im Festival-feiern, Nein im feiern generell. Echt gnadenlos, wie man an den übriggebliebenen Schnapsleichen erkennen konnte, deren Gesichter völlig mit Sand verklebt waren, die ich aber aus Schutz vor Privatsphäre nicht abgelichtet hatte.
Ansonsten gab es noch den einen oder anderen schönen Sonnenuntergang, 
wie es sich für einen Strandurlaub gehört.









Ein eintägiges Kulturprogramm gaben wir uns dennoch in 'Old Goa'. Einer "Stadt", die aber nur aus zu besichtigenden Kirchen und den Souvenirständen davor besteht. 
Ich mach 'ne Grimasse, weil heiß und bergauf. Zur Belohnung, ein zerfallendes Kloster. 
Gute Kulisse für 'nen Horrorfilm. (Macht Bollywood eigentlich auch Horror??) 
In Thriller haben sie sich ja versucht. Auf eine ganz besondere Art und Weise gruselig. Guckst Du hier--> https://www.youtube.com
Danach ging es gruselig weiter. 
Die Leiche von Franz Xavier, der von der katholischen Kirche zum Heiligen erklärt wurde. Nachdem man dem Vatikan zum Beweis einen Finger des Leichnams schickte.













Die Geschichte klingt absurd. Aber aus irgendeinem Grund verwest der Körper nicht. 
ICH für meinen Teil, glaube ja, dass er einbalsamiert wurde und deswegen...ach lassen wir das.
Auf jeden Fall war selbst Mutter Theresa 1954 dort, um den heiligen Toten zu sichten und hinterließ ihre Unterschrift auf einer Tafel.
Und wir sahen uns dann noch das Haus des Gründers von Goa an. Das 'Braganza'- Haus. Das wird heute bewohnt und bewirtschaftet von zwei Familien, die Führungen im West und Ostflügel machen. Gegen eine Spende. Fotografieren ist nicht erlaubt. Aber soviel kann man sagen: Herr Braganza hatte Geschmack UND Geld.


Außerdem zeichnet sich Goa durch die bunt gestrichenen Häuser aus.
Viele Häuser sind in gutem Zustand.


 Einige nicht so sehr 
und manche wurden von der Natur zurück erobert. 
Dann haben wir noch "eine Galerie von Christian" entdeckt 😁




Natürlich gab es auch Menschen am Strand, die dort waren, um zu arbeiten. Nicht nur zum urlauben!
Zum Beispiel die Fischer.
Und die Frauen, die sich dann die besten Fische, fangfrisch aussuchen konnten.
Dann war auch Bollywood in der arbeitenden Fraktion der Strandbesucher vertreten. 






Auch Baywatch war vertreten, in der indischen Version natürlich.

Aber auch generell war Palolem ein überschaubarer, geschäftiger Strand.

Außerdem tingelten wir öfters die Tage, unsere Einkaufsstraße hoch und runter.
Dort bekam man in den Spätis auch super Hustensaft und Erkältungsbalsam, da es Christian und mich erwischt hatte.
Viele Läden mit Klamotten, Tüchern,Paschminas, Schmuck und Gewürzen, sowie Tees gab es dicht aneinander gereit.


Dazwischen das eine oder andere Restaurant, in dem nicht nur Menschen und Hunde zum speisen kamen.



 Am Donnerstag den 12.10.17 mussten wir uns dann schon wieder auf den Rückweg machen.
Um 01.00 des kommenden Tages ging von Bombay (Mumbai) unser Flieger Richtung Heimat.
 Auf dem Weg zum Abflug hielten wir nochmal an einer "Raststätte". Eine ganze Reihe von Bauersfrauen verkauften Kürbis und Gurken am Straßenrand.
So eine Gurke bei der  Hitze, kommt einer Delikatesse gleich.

Tschüss Goa, 
Namasté Mumbai, Indien
- und immer hübsch
Shanti Shanti bleiben!

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